Ein Corporate Design für einen öffentlichen Beteiligungsprozess.


Der Matthäikirchhof: Ein fast vergessener Ort Leipzigs bekommt neues Leben eingehaucht. Mit einem Corporate Design für den öffentlichen Beteiligungsprozess beginnt eine neue Zeit für das Areal, an dem die Stadt Leipzig einst selbst gegründet wurde. Später war es Stasi-Zentrale und schließlich tief mit der friedlichen Revolution verknüpft. 


Wir freuen uns, dass dieses Projekt beim German Design Award 2024 in der Kategorie „Excellent Communications Design/Event“ ausgezeichnet wurde.

Kunde
Stadt Leipzig


Leistung
Corporate Design, Kampagne, Ausstellung, Eventkommunikation, Animation, Printmedien


Branche
Stadtentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit


 



Rund um den Matthäikirchhof in der Leipziger Innenstadt wird ein ganzes Areal neu gedacht. Der weitest­gehend ungenutzte Bereich soll städtebaulich und inhaltlich zu einem nutzungs­gemischten, urbanen Quartier entwickelt werden. Wir begleiteten das Projekt seit 2020 in mehreren Phasen der öffentlichen Bekanntmachung und Kommunikation.

Phase 1: Corporate Design

2020 entsteht das Corporate Design. Die Stadt Leipzig und weitere Akteure des Matthäikirchhofs entwickeln das Fundament für eine gemeinsame Plattform, um zusammen die Zukunft des Areals zu ergründen. Ziel ist es, den Matthäikirchhof mit seiner Geschichte neu zu denken, während sich Öffentlichkeit und Experten auf Augenhöhe begegnen. Das Ergebnis des Prozesses ist die Grundlage für eine nächste städtebauliche Phase. Das Konzept für den Beteiligungsprozess muss daher gleichermaßen dynamisch wie aufmerksamkeitsstark sein, um über den Ort zu informieren und für den Prozess zu motivieren. 

Phase 2: Auftakt

Im April 2021 begann die Kommunikation über eine Vielzahl von Medien in Leipzig und am Matthäikirchhof selbst. Mit einem öffentlichen Auftakt im Leipziger Kupfersaal am 19. April 2021 wurde der Grundstein für vier Fachwerkstätten gelegt, die sich mit der Zukunft des Areals befassen. 

Phase 3: Aktionswoche

Im Rahmen einer Aktionswoche wurde eine Ausstellung mit 18 Flächen gestaltet. Multimedial verknüpft konnten sich Besucher:innen über das Areal informieren und in den Diskurs gehen. Digitale und analoge Citylights, Postkarten und ein animierter Film in den Leipziger Straßenbahnen haben auf die Aktionswoche hingewiesen. 



Ausstellung auf dem Richard-Wagner-Platz

Neben Führungen und Ausstellungen bildete eine Freiluft­ausstellung am Richard-Wagner-Platz die Basis der Aktionstage um den Matthäikirchhof. Passanten wurden dazu eingeladen, sich aktiv an der Diskussion um die Zukunft des Areals zu beteiligen. Die Ausstellung informierte in 12 Stationen über das Entwicklungs­vorhaben und die bisherigen Ergebnisse der Beteiligung. 




Hofschau im Museum der bildenden Künste Leipzig

Die Hofschau präsentierte im Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK) die städtebaulichen Entwürfe für den Matthäikirchhof und bot der Öffentlichkeit die Möglichkeit, mit den Planungsteams ins Gespräch zu kommen. Den inhaltlichen Rahmen für die Entwicklung des Areals bildete eine von uns konzipierte modulare Ausstellung, die zuvor auch im Leipziger Rathaus und später im Leipziger Bürgerbüro gezeigt wurde, um die Ergebnisse einem breiten Publikum zugänglich zu machen.


Der große Ergebnisbericht zum Beteiligungsprozess

Die Broschüre „Ein Ort in Leipzigs Händen“ dokumentiert die Ergebnisse des öffentlichen Beteiligungsprozesses und des städtebaulichen Wettbewerbs von 2020 bis 2024. Auf 68 Seiten bietet sie einen umfassenden Einblick in die Entwicklung des Matthäikirchhofs – von der historischen Bedeutung des Ortes bis zu den Leitlinien für seine zukünftige Gestaltung.

Mit zahlreichen Fotos, Illustrationen und direkten Stimmen aus der Stadtgesellschaft führt die Broschüre chronologisch durch alle Phasen der Beteiligung. Sie zeigt die Vielfalt der Veranstaltungsformate, präsentiert zentrale Anregungen aus der Bürgerschaft und gibt einen detaillierten Überblick über die Entwürfe der Planungsbüros – bis hin zum Siegerentwurf.


„An der Neubelebung eines derart geschichts­trächtigen Areals mitzuwirken, ist für mich als gebürtige Leipzigerin eine ganz besondere Erfahrung. Dabei entstanden ist ein leben­diges und anregendes Design, das dem Prozess den angemessenen Grundstein legen konnte.“

Annabell Goldacker Junior Art Direction


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